biografie

das Mädchen hinter der Tastatur.

Am 10. Dezember um 21:23 Uhr im Jahr 1992, kam ein Storch geflogen und brachte einen, trotz allem dennoch erwünschten, Unfall im Sternzeichen Schütze vorbei. Und wie es das Schicksal so wollte, war dieser Unfall ich. Gestatten, Sina. Des weiblichen Geschlechts mittlerweile schon 16 Jahre angehörig, bin ich auf die stolze Größe von 0,00166km herangewachsen, die sich seit ein paar Jahren nicht mehr zu erhöhen scheint. Das Resultat dieser Erkenntnis ist die auf ewig unerreichbare Entfernung zu den Nudeln aus den oberen Regalen. Wieder vereint mit meiner Mutter, ihrem Lebensgefährten und seinem Sohn lebe ich glücklich in Deutschlands schönster Stadt - Hamburg.

,,Coolest, most inspiring and stylish city in the world,
situated in the north of Germany by the river Elbe.
The best place to live in boring Germany where you can
party almost every day." (Urban dictionary)

Geboren wurde ich ohne Haare, nach einer Zeit aber bildete sich eine aschblonde Mähne, welche seit einigen Jahren nach Lust und Laune gefärbt wird mittlerweile wieder aschblond ist. Meine Augen sind je nach Lichteinfall grau-grünlich und auch nicht schöner als alle anderen. Immerhin sehen kann ich die Welt damit ganz gut, das ist die Hauptsache.

Meine schulische Laufbahn begann 1999 in der Grundschule Fahrenkrön und seit 2003 besuche ich, mehr oder auch eher weniger erfolgreich, die bilinguale Englischklasse des Gymnasiums Farmsen, welches ich hoffentlich 2011, ein Jahr nachdem wir die Fußball WM in Südafrika gewinnen, endlich mit dem Abitur verlassen werde.

Wer mir auf den ersten Blick sympathisch ist, der wird mit offenen Armen empfangen. Wer diesen ersten Eindruck verpatzt, eben nie. Ich bedauere Menschen, die sich nicht so geben wie sie wirklich sind, sich verstecken und anpassen um die größtmögliche Masse anzusprechen. Man kann nunmal nicht jedem gefallen, das ist einfach so und braucht nicht auf Krampf versucht werden. Auch unaustehlich aber finde ich Menschen, die von sich absolut überzeugt sind und auf andere Meinungen gänzlich verzichten. Man sollte die gesunde Mitte finden, um einem selbst, sowie den Menschen um einen herum, das Leben nicht unnötig schwerzumachen. Es ist mir egal, was dir irgendein Lehrer für Noten auf dein Zeugnis gekritzelt hat. Intelligenz erkennt man nicht am Schulabschluss oder daran, was für geschwollene Worte jemand sich herauswürgt. Intelligenz erkennt man daran, wie ein Mensch denkt, worüber er sich den Kopf zerbricht und wie er handelt.

Ich bin Atheistin und glaube somit nicht an Gott. Es bringt nichts, an Gott zu glauben, es verbessert nicht die Lebensqualität. Das ist wie Klopapier mit Kamille Geruch: Warum muss mein Arsch nach Kamille riechen? Nur, dass wenn man Kamilletee trinkt, der Geruch ans scheißen erinnert?

Abgesehen von meiner Abneigung gegen die Mehrheit der Menschheit und meiner Angewohnheit, in jedem zuerst das Negative zu sehen, bin ich ein sehr glückliches, quirliges Mädchen. Ich lache sehr viel, über jeden und in den unpassendsten Situationen. Es ist daher nicht sonderlich schwierig mich zu unterhalten, aber dies sollte auch keinesfalls zur Daueraufgabe werden. Ich schweige mindestens genau so gerne wie ich lache. Ich habe sadistischen, oft auch dümmlichen Humor, das Talent, Scheiße in einigermaßen grammatikalisch korrekte Sätze zu formen und verdorbene Lebensmittel zu verzehren, die mich schon angucken und mit mir sprechen, kann mit meiner Zunge die Nase berühren und habe die wundervollsten Freunde dieser Welt. geschah mein kleines Wunder, denn der absolut wundervollste Mensch dieser Welt verliebte sich in mich.

,,Marius? Ich liebe dich.
So sehr."

Habe ich mich einmal mit jemandem angefreundet, schenke ich dieser Person meine volle Aufmerksamkeit und vorallem viel Vertrauen und Ehrlichkeit, die man nicht missbrauchen sollte. Dennoch halte ich eine gewisse Grunddistanz zu meinen Mitmenschen - auch wer glaubt, alles über mich zu wissen, liegt damit leider nicht ganz richtig. Ich spiele keine falschen Freundschaften vor und habe lieber wenige, echte Freunde, als tausend flüchtige Bekannte, die ich an jeder Straßenecke treffe. Wen ich nicht mag, der merkt das nach kürzester Zeit. Auch Geheimnisse, die mir andere anvertraut haben, gehen niemanden etwas an. Ich verrate nichts und erwarte von Freunden auch, dass sie das Gleiche tun. Wer mit dieser Art von Freundschaft nicht umgehen kann, ist bei mir falsch.

,,Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können,
wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde."

Ich liebe interessante Menschen, die durch irgend etwas besonderes positiv auffallen. Allerdings hasse ich aufgesetzte Individualität, die nichts mehr mit eigenen Interessen und Vorlieben zu tun hat, sondern einfach nur ein Schrei nach Aufmerksamkeit ist. Gut, dass diese Welle der pseudoalternativen Kinder sich langsam dem Ende zuneigt.

Ich glaube, es ist nicht groß erwähnenswert, dass ich, wie jede Person die ich kenne, Musik liebe. Ich singe unglaublich gerne, auch wenn ich es nicht kann und habe als Kind Flöte und Klavier gespielt, gebracht hat mir das allerdings nichts. Musik machen überlasse ich dann doch lieber den Leuten, die Spaß daran haben. Von Rock und Indie, über Punk, House, RnB und Hip Hop bin ich relativ Tolerant was Musikrichtungen angeht. Mittlerweile ist die ganze Hip Hop Kultur in Deutschland allerdings das allerletzte. Nicht nur wegen der hoch intelligenten Künstler, sondern auch wegen der hirnlosen Zuhörer die meinen wundervollen Musikgeschmack durch die Scheiße ziehen. Schade.

„Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden
kann und worüber es unmöglich ist, zu schweigen."

Ich bin übrigens .. Ich war unglaublich stolze Mami einer kleinen Perserkatzendame, die auf den Namen Filli hört. Sie ist das süßeste, nervigste und plüschigste was mir je passieren konnte und mein kleiner Sonnenschein!

.. bis sie, mit nicht einmal drei Jahren, am 28. Juli 2009
gegen 21:30h einem Auto zum Opfer fiel.
Ich liebe dich, Weihnachtskatze. R.I.P (20.12.06 - 28.07.09)